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Pressemitteilung: Fünf Wochen nach Ausbruch des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran ist die Straße von Hormus weiterhin stark eingeschränkt. Dieses Problem können die Finanzmärkte nicht ignorieren. Sie ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Normalerweise fließen rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls und ein erheblicher Teil des globalen Handels mit Flüssigerdgas durch sie. Die aktuellen Transportbeschränkungen stellen daher nicht nur ein regionales Sicherheitsproblem dar, sondern gefährden den gesamten globalen Energiemarkt.

Trotz der anhaltenden Spannungen liegt der Ölpreis weiterhin unter seinen Höchstständen vom März. Dies deutet darauf hin, dass Anleger teilweise noch darauf hoffen, dass sich die Lage beruhigt, bevor sie sich vollständig auf die Weltwirtschaft auswirkt. Anders ausgedrückt: Der Ölpreis spiegelt nach wie vor eher die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung wider, als das Risiko eines langfristigen Versorgungsengpasses vollständig zu berücksichtigen. Gleichzeitig kann der Ölpreis jedoch sehr schnell reagieren, wenn die Friedenserwartungen ins Wanken geraten. Am Donnerstag, dem 2. April, stieg der Preis für Brent-Sorte erneut über 108 US-Dollar pro Barrel, nachdem Donald Trump gedroht hatte, die Angriffe gegen den Iran fortzusetzen, falls die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet wird.

Der Optimismus an den Märkten ist überraschend stark.

Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen deutlich, wie sensibel die Märkte auf Nachrichten über einen möglichen Waffenstillstand oder eine Deeskalation reagieren. Am Mittwoch, dem 1. April, stiegen die US-Aktienkurse, da ein Teil des Marktes darauf setzte, dass der Konflikt nicht lange andauern könnte. Der Ölpreis hingegen gab nach seinem vorherigen Anstieg teilweise nach. Dies deutet darauf hin, dass Anleger eine schnellere Beruhigung der Lage weiterhin für realistisch halten. variantu. Doch genau hier liegt das versteckte Risiko. Sollte sich der Markt als zu optimistisch erweisen, könnte es zu weiteren signifikanten Kursbewegungen kommen, nicht nur beim Ölpreis, sondern auch bei Aktien, Anleihen und Währungen. Für Anleger ist es jetzt entscheidend, dass es nicht nur um den Ölpreis selbst geht. Eine längere Einschränkung der Seegrenzen in Hormuz würde sich allmählich auf Inflation, Kraftstoffpreise, Unternehmenskosten und das Verbrauchervertrauen auswirken. Anders ausgedrückt: Es handelt sich nicht nur um ein Rohstoffproblem, sondern um ein makroökonomisches Risiko, das sich auf den gesamten Markt ausweiten kann.

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Quelle: XTB-Investitionsantrag

Szenario Nummer eins: Der Konflikt wird sich hinziehen

Das größte Risiko für die Märkte ist variaSollten die Verhandlungen scheitern und die Beschränkungen in der Straße von Hormus in den kommenden Wochen andauern, würde der Druck auf die Energiepreise hoch bleiben und die Märkte müssten das Risiko eines längeren Versorgungsengpasses neu bewerten. Analysten räumen bereits ein, dass der Ölpreis im April weiter steigen könnte, wenn sich die Lage nicht rasch verbessert. Die UBS beispielsweise warnt, dass angesichts der anhaltenden Unsicherheit ein Anstieg über 150 US-Dollar pro Barrel nicht ausgeschlossen ist. Eine solche Entwicklung wäre besonders unangenehm für Europa. Höhere Energiepreise würden den Inflationsdruck erneut erhöhen, gerade jetzt, wo die Märkte genau beobachten, wann und wie schnell die Zentralbanken die Zinsen weiter senken werden. Ein längerer Energieschock könnte somit das Stagflation-Szenario – eine Kombination aus höherer Inflation und schwächerem Wirtschaftswachstum – wieder ins Spiel bringen. Und in einem solchen Umfeld finden Anleger traditionell deutlich schwerer Sicherheit als in einem normalen Konjunkturzyklus. Der Markt schließt diese Möglichkeit zwar derzeit nicht völlig aus, berücksichtigt sie aber angesichts der Preisentwicklung noch nicht vollständig. Das ist ein wichtiger Punkt.

Szenario Nummer zwei: Waffenstillstand und rasche Öffnung der Meerenge

Das ist es. variaDer wichtigste Faktor, auf den die Märkte heute angewiesen sind. Die diplomatischen Kontakte laufen weiter, andere Länder schalten sich ebenfalls ein, und laut Medienberichten bleiben Kanäle offen, beispielsweise über Pakistan oder China. Darüber hinaus hat Großbritannien Gespräche mit über dreißig Ländern aufgenommen, um die Sicherheit der Schifffahrt in der Region wiederherzustellen. Dies allein zeigt, dass weiterhin Anstrengungen für eine diplomatische Lösung unternommen werden. Sollte sich die Lage beruhigen und der Schiffsverkehr in Hormus wieder aufgenommen werden, würde der Ölpreis wahrscheinlich deutlich fallen. Denn ein Teil der geopolitischen Prämie, die der Markt in den letzten Wochen auf die Preise aufgeschlagen hat, würde verschwinden. Genau deshalb reagieren Aktien positiv auf Nachrichten über eine mögliche Entspannung der Lage. Für den breiten Markt wären dies die besten Nachrichten, da sie den Inflationsdruck und die Wachstumsaussichten für die Wirtschaft verbessern würden. Kurz gesagt: Billigeres Öl wäre für fast alle Branchen eine gute Nachricht, mit Ausnahme einiger Energieaktien.

Szenario Nummer drei: Die Meerenge wird geöffnet, die Sicherheit wird jedoch von Europa gewährleistet.

Zusätzlich zu diesen beiden Hauptaspekten variaEine dritte Option zeichnet sich ab, die aus Sicht europäischer Investoren äußerst interessant sein könnte. Die Vereinigten Staaten machen deutlich, dass sie nicht die gesamte Verantwortung allein tragen wollen, und europäische Länder signalisieren bereits ihre Bereitschaft, eine größere Rolle bei der Sicherung der Seewege zu übernehmen. Großbritannien koordiniert derzeit ein umfassenderes diplomatisches Format, und Frankreich hat Berichten zufolge seine Bereitschaft signalisiert, sich nach dem Ende der Kämpfe einer möglichen Mission anzuschließen. Dies würde mehr als nur eine technische Lösung für das Problem im Persischen Golf bedeuten. Es wäre auch ein weiterer Impuls für die Debatte über die europäische Energie- und Sicherheitsautonomie. Für Investoren würde dieses Szenario nicht nur die Frage aufwerfen, wohin das Öl fließen würde, sondern auch, welche Teile der europäischen Wirtschaft langfristig von einer solchen Verlagerung profitieren könnten. Insbesondere die Verteidigungsindustrie, die Infrastruktur oder Unternehmen, die mit der Energiesicherheit verbunden sind, wären betroffen. Aus Sicht der Märkte könnte dieses Szenario jedoch eine langsamere Rückkehr zum Vertrauen bedeuten als im Falle einer schnellen und eindeutigen amerikanischen Intervention.

Das größte Problem? Der Markt könnte immer noch überheblich sein.

Die aktuelle Marktlage deutet darauf hin, dass Anleger weiterhin eher an ein Szenario der schrittweisen Deeskalation glauben. Doch genau darin liegt die Gefahr. Sollten die Einschränkungen in Hormuz in den kommenden Wochen, insbesondere während der saisonbedingt höheren Energienachfrage, andauern, könnten die Auswirkungen auf die Wirtschaft deutlich spürbarer sein als derzeit von den meisten Marktteilnehmern erwartet. Und genau in diesem Moment könnte eine unangenehme Überraschung entstehen. Nicht etwa, weil ein langwieriger Konflikt unausweichlich wäre, sondern weil der Markt ihn offenbar noch nicht ausreichend eingepreist hat.

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