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Werbebotschaft: Immobilieninvestitionen zählen in Mitteleuropa seit Langem zu den beliebtesten Anlageformen. Kein Wunder: Wohneigentum hat in dieser Region eine lange Tradition, und für viele Menschen gelten Immobilien als die sicherste Kapitalanlage. In der Slowakei leben rund 93 % der Haushalte in ihren eigenen vier Wänden, in Tschechien sind es etwa 70 % – beides Werte über dem EU-Durchschnitt. Doch stellt sich die Frage, ob Immobilien tatsächlich die beste Investition sind oder ob Aktien und ETFs in bestimmten Marktphasen nicht die attraktivere Alternative darstellen.

Die Ergebnisse zeigen, dass es keinen eindeutigen Gewinner gibt.

In den letzten Jahren ist das Interesse an Aktien und ETFs parallel zu Immobilieninvestitionen gestiegen. Der Grund dafür ist einfach: Sie bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, mit geringerem Kapitaleinsatz an globalen Märkten zu investieren. Betrachtet man die Daten der letzten zehn Jahre, so erzielte der US-amerikanische Aktienindex S&P 500, inklusive reinvestierter Dividenden, eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 15,9 %, was einem Gesamtanstieg von etwa 338 % entspricht. Der globale MSCI World Index erwirtschaftete im gleichen Zeitraum durchschnittlich rund 13,9 % pro Jahr bzw. kumulativ rund 266 %.

Auch der langfristige Blick ist interessant. Seit Beginn des Jahrtausends, also von 2000 bis 2026, erzielte der S&P 500 eine jährliche Rendite von rund 8 % und der MSCI World von rund 6,9 %. Dies ist ein solides Ergebnis, obwohl die Märkte in diesem Zeitraum zwei große Krisen erlebten: das Platzen der Technologieblase und die globale Finanzkrise. Natürlich unterliegen Aktien Kursschwankungen, doch langfristig betrachtet erzielte der US-Aktienmarkt historisch gesehen eine jährliche Rendite von rund 10 %.

Quelle: Eurostat

Im Immobiliensektor gestaltet sich der Vergleich komplexer, da es keinen allgemeingültigen Indikator für die Gesamtrendite gibt. Betrachtet man jedoch die Daten von Eurostat, so sind die Immobilienpreise in der Slowakei in den letzten zehn Jahren um etwa 120 % und in Tschechien um fast 150 % gestiegen. Rechnet man dazu die geschätzte Bruttomietrendite von 4 bis 5 % pro Jahr hinzu, ergibt sich eine grobe Schätzung der Gesamtbruttorendite pro Jahrzehnt von rund 200 bis 228 % in der Slowakei und 255 bis 287 % in Tschechien.

Diese Zahlen zeigen, dass der tschechische Wohnimmobilienmarkt hinsichtlich der Renditen nahezu mit globalen Aktienindizes gleichgezogen hat, während der slowakische Immobilienmarkt etwas hinterherhinkte. Der US-amerikanische S&P 500-Index schneidet in diesem Vergleich am besten ab, wobei anzumerken ist, dass das letzte Jahrzehnt für US-Aktien außergewöhnlich stark war.

Es hängt auch von Liquidität, Kosten und Anlagestil ab.

Doch die Rendite allein ist niemals das einzige Kriterium. Immobilien und Aktien haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, und jede dieser Anlageklassen kann eine andere Rolle in einem Portfolio spielen. Historische Daten liefern daher keine eindeutige Antwort darauf, dass eine Anlageklasse die richtige ist. variaDas eine ist immer besser als das andere. Es kommt auf den Anlagehorizont, die Risikobereitschaft, die Kapitalhöhe und den gewünschten Grad der aktiven Anlagenverwaltung an.

Immobilien bieten den Vorteil, stabile Mieteinnahmen zu generieren, die sich im Laufe der Zeit oft an die Inflation anpassen. Sie ermöglichen zudem den Einsatz von Fremdkapital, wodurch die Rendite gesteigert werden kann. Andererseits sind sie weniger liquide, erfordern ein höheres Anfangskapital und verursachen häufig laufende Instandhaltungs- und Zusatzkosten.

Quelle: Eurostat

Aktien und ETFs hingegen bieten hohe Liquidität, niedrige Kosten und einfachen Zugang zu breiter Diversifizierung. Anleger können ihr Kapital über Regionen, Branchen und Unternehmensarten verteilen und haben zudem die Möglichkeit, im Laufe der Zeit kleinere Beträge zu investieren. Daher stellen sie für viele eine natürliche Ergänzung oder Alternative zu Immobilieninvestitionen dar.

Aus Sicht des langfristigen Vermögensaufbaus ist es wenig sinnvoll, Immobilien und Aktien gegeneinander auszuspielen. Beide Anlageklassen haben ihren Platz in einem gut diversifizierten Portfolio. Und für Anleger, die die Vorteile beider Ansätze kombinieren möchten, ohne eine bestimmte Wohnung oder ein Haus kaufen zu müssen, gibt es mit REIT-Fonds (Real Estate Investment Trusts), die an der Börse gehandelt werden, eine dritte Möglichkeit.

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Investieren ist riskant. Investieren Sie verantwortungsvoll.

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